EGLISE DES CORDELIERS
Die
Kirche wurde zum Gedenken an den Sieg über Karl den Kühnen
in der Schlacht bei Nancy errichtet. Die nüchterne Franziskanerkirche
und ihr Kloster wurden 1487 bzw. 1482 von René II gestiftet.
In der Kirche, die heute kein Gotteshaus mehr ist sondern ein
Museum, befinden sich seit 1939 sowohl kirchliche Skulpturen
und Gemälde als auch Grabmäler, darunter der schon
im Renaissancestil gestaltete Sockel des Grabmals von René II
und die von dem Bildhauer Ligier Richier angefertigte Liegefigur
seiner Frau, Philippa von Gueldern. Heinrich II ließ auf
Wunsch seines Vaters Karl III eine runde Kapelle anbauen, die
stark beeinflusst ist von der Kapelle der Medicis in Florenz
und Grablege der Herzöge von Lothringen ist. Ein Durchgang
führt zum ehemaligen Kreuzgang des Klosters, in dem Grabplatten
und religiöse Malerei einen interessanten Abschluss darstellen,
und ermöglicht den Zugang zum Volkskundemuseum.